KALININGRAD - DIE SONDERWIRTSCHAFTSZONE IN DER RUSSISCHEN FÖDERATION
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Allgemeine Informationen über das Kaliningrader Gebiet
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Kaliningrad ist der Sitz der Ostsee-Kriegsmarine der Russischen Föderation. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Gebiete, die an die Sowjetunion abgetreten wurden, als strategische Militärstützpunkte benutzt. Die Region wurde im Jahre 1991 geöffnet. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden bedeutende Strukturveränderungen vorgenommen, sowohl insgesamt bei den Streitkräften als auch insbesondere bei der Baltischen Flotte. Die Truppenstärke wurde deutlich reduziert (nach inoffiziellen Angaben dienen jetzt auf dem Territorium des Gebiets 25.000 Armeeangehörige statt 120.000, die während sowjetischen Zeiten stationiert waren). Als Ergebnis des Abbaus der Streitkräfte und der Umstellungsmaßnahmen wurden viele Militärsiedlungen in staatliches, Gebiets- und Kommunaleigentum übergeben. Es begann eine große Migrationswelle russischer Bürger aus den ehemaligen Republiken der UDSSR nach Kaliningrad. Dabei handelt es sich vor allem um Familien Armeeangehöriger sowie ehemalige Militärkräfte und Militärrentner. Ethnische Minderheiten der Deutschen aus Kasachstan, Kirgistan, dem Wolga-Gebiet und anderen Regionen Russlands wanderten in das Gebiet ein. Dabei wird der Anteil der deutschen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung im Kaliningrader Gebiet oft übertrieben. Die Ergebnisse der letzen Bevölkerungszählung ergaben, dass auf dem Territorium des Kaliningrader Gebiets 8.500 russische Bürger mit deutscher Nationalität leben. Insgesamt spiegelt die nationale Zusammensetzung der Bevölkerung des Gebietes die Vielfalt der Nationen und Völkerschaften der ehemaligen UdSSR wider.

Einige Spuren der deutschen Vergangenheit sind noch erhalten, so z.B. Denkmäler der Geschichte und Architektur, deren Erhaltung heutzutage eine große Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Initiatoren waren verschiedene deutsche Wohltätigkeitsstiftungen und Kulturorganisationen sowie Privatpersonen. Mit der Zeit gewann diese Tendenz ebenfalls die Unterstützung der regionalen Regierung. Am 24. Oktober 1998 fand die feierliche Wiedereröffnung der wiederhergestellten Königsberger Kathedrale statt. Mit Hilfe von Spenden aus Deutschland, vor allem seitens der Ebelin und Gerda Bucerius «Zeit-Stiftung», gelang es, das Dach und den Glockenturm wiederherzustellen und in den Räumlichkeiten des Domes das Immanuel Kant-Museum zu eröffnen. Die Wiederherstellung des Altars und der großen Halle, in der schon jetzt Wohltätigkeitskonzerte stattfinden, wird momentan beendet. Die Kathedrale entwickelt sich wieder zum Kulturzentrum Kaliningrads.

Im Laufe der Vorbereitungen zur Feier des 750-jährigen Jubiläums Königsbergs-Kaliningrads wurde das Königstor restauriert und zum Zentrum der feierlichen Veranstaltungen erklärt. Neben der Kathedrale erhebt sich das Denkmal des Herzogs Albrecht. Eine Fußgängerbrücke über den Fluss Pregel wurde errichtet.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion hat die russische Regierung den Umfang der staatlichen Subventionen in der Region drastisch verringert. Eine tiefe Wirtschaftskrise begann. Viele Betriebe, die früher vorzugsweise für den militär- und rüstungsindustriellen Komplex und Weltraumbedarf produzierten, verloren ihre Existenzgrundlage. Gleichzeitig konnten regionale Produzenten der starken Konkurrenz von außen nicht mehr Stand halten.

Die Landwirtschaft, ein ehemals bedeutender Wirtschaftsfaktor der Region, wurde zugrunde gerichtet. Die wenigen rentablen landwirtschaftlichen Unternehmen sind heutzutage nicht im Stande den Binnenmarkt zu versorgen. Deshalb wird ein großer Teil der Konsumgüter importiert.

 
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